Freitag, 14. September 2007

Süßwarenstreitschrift

Liebe Lebkuchenfaschisten,
wieder einmal haben wir jene Zeit im Jahr erreicht, in welcher ein kalter Krieg zwischen zwei verhärteten Fronten entbrennt.

Lebkuchenfaschisten gegen Pfefferkuchenliberale.

Ja, liebe Lebkuchenfaschisten, es IST uns klar, dass es noch Wochen, nein, Monate bis Weihnachten sind.
Und ja, wir wissen auch, dass wir noch nicht mal die richtige Jahreszeit für Lebkuchen haben und trotzdem:
Sie schmecken uns verdammt gut!

Ihr müsst doch zugeben, die Feiertagsdurststrecke zwischen Ostern und Weihnachten ist verdammt lang.
So lang, dass wir hier in Deutschland sogar schon den Amerikanern das Halloweenfest abschauen mussten, damit wir in unserem grauen durchschnittsdeutschen Bürokratenalltag wenigstens ein wenig zu lachen haben. Was bleibt uns denn sonst noch anderes übrig?
Da kommt es doch gelegen, dass pfiffige Geschäftsleute schon jetzt Anfang September die Regale mit Weihnachtsnaschereien vollstellen.
Denn wenn schon das Wetter gelinde gesagt besissen ist, warum sollte man sich dann nicht ein wenig Erstatzbefriedigung und Heile-Welt-Feeling aus dem Kaufland holen.

Aber nein, ihr liebe Lebkuchenfaschisten, ihr gönnt uns das nicht!

Da steht man in tiefsten Herbstdepressionen an der Kasse und möchte sich mit Eierlikörspitzen aus Pulsnitz den Abend versüßen und was ist?
Man wird angemotzt, als hätte man gerade ein kleines Kätzchen bei lebendigem Leibe verspeist!
So etwas werden wir, die Pfefferkuchenliberalen, uns nicht mehr gefallen lassen.
Hiermit rufe ich zur Revolution auf!
Für das freie Recht Pfefferkuchen kaufen zu dürfen ohne dafür diffamiert zu werden!

Mit freundlichen Grüßen,
Die Lebkuchenfrau



Stimmung: gut

Musik: Babyshambles - Fuck Forever

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